Glaube & Religion

de mortuis nihil nisi bene


Eine Art Einleitung:     Gibt es einen Gott? (Harald Lesch in gut 8min)

Definition Religion

 „Das Ergriffenwerden von der Wirklichkeit des Numinosen (Numen), das überwiegend in Glaubensgemeinschaften, den geschichtlichen Religionen, seine Ausdrucksform findet. Das religiöse Erleben hebt sich vom Erkennen einer Wahrheit, vom Anerkennen einer sittlichen Forderung und vom Erfassen eines ästhetischen Wertes mit gleicher Deutlichkeit ab. Es ruft im Menschen das Kreaturgefühl der „schlechthinnigen Abhängigkeit“ hervor (Schleiermacher) und erhebt ihn zugleich. Religiöses Erleben äußert sich in Gebet und Verehrung. Der religiöse Glauben an ein transzendentes Sein oder Sollen hat stets auch das Erkenntnisstreben herausgefordert, das den Gegenstand der Religion zu begreifen, zu objektivieren sucht, in frühen Zeitaltern magisch, dann mystisch, dann rational. Die vielen Einzel-Religionen lassen folgende Hauptformen erkennen: pantheistische, für die Gott mit der Welt eins ist, und mono- oder polythetische, in denen ein persönlicher Gott oder eine Mehrzahl von Göttern der Welt gegenüberstehen; Natur-Religionen, die das Heilige in Naturdingen erfassen, und Offenbarungs-Religionen, die durch historische Persönlichkeiten gestiftet sind und heilige Schriften besitzen; Volks-Religionen, die an eine begrenzte Gemeinschaft (Stamm, Volk) gebunden sind, und Universal-Religionen, die Gültigkeit für alle Menschen beanspruchen.“    (Der Brockhaus in zwei Bänden; F. A. Brockhaus GmbH, Leipzig 1999, Seite 751)

Wer nicht prüft, der glaubt nicht, wer nicht zweifelt, der prüft nicht.

Obwohl ich mich nie wirklich für religiöse Themen interessiert habe, umgeben sie mich tagtäglich. Daher an alle Kreaturen im Universum, die Gültigkeit für alle beanspruchen: Ja, ich glaube auch daran, dass ich sterben werde, aber:

 

"Ich habe keine Angst zu sterben. Ich möchte nur nicht da sein, wenn es passiert" (Woody Allen)

Die sittlichen Grundregeln des Buddhismus sind die 5 Silas:

Ich gelobe, mich darin zu üben,…

 

1.   … kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen.

2.   … nichts zu nehmen, was mir nicht gegeben wird.

3.   … keine ausschweifenden sinnlichen Handlungen auszuüben.

4.   … nicht zu lügen und wohlwollend zu sprechen.

5.   … keine Substanzen zu konsumieren, die den Geist verwirren und das  Bewusstsein trüben.

Voltaire:

"If one religion only were allowed in England, the government would very possibly become arbitrary; if there were but two, the people would cut one another's throats; but as there as such a multitade, they all live happy and in peace."



Richter Robert H. Jackson  -  Auszug aus seiner Rede 1945 in deutscher Übersetzung:


πολλὰ τὰ δεινὰ κοὐδὲν ἀνθρώπου δεινότερον

Ungeheuer ist viel und nichts ungeheurer als der Mensch (Sophokles)