Update: 2020-11-26


"Die größte Hilfe ist es, in den Menschen den Wunsch zu wecken, sich selbst zu helfen." (Alja Rachmanova)


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Worauf es ankommt

(geschrieben von Hans Schmidt-Hänigsen 1980)

Da mühen wir uns redlich ab

werfen uns Knüppel zwischen die Beine

halten uns gehetzt auf Trab

und lächeln oft zum Scheine -

Da schweigen wir und ducken

schlucken runter manchen Dreck

anstatt einmal richtig aufzumucken

werfen wir uns  lieber selber weg

Da sind wir trotz aller Klugheit blind

laufen bei Gefahr ins offene Messer

weil wir voller Fehler sind

verdienen wir es nicht besser -

Da fühlt sich mancher riesengroß

will beherrschen all' die anderen

leider vergisst er das Eine bloß

er muss die gleiche Straße wandern -

Da glaubt, wer Geld hat - er sei reich

und doch kann er nicht alles kaufen

denn am Ende sind wir alle gleich

und müssen arm zu Petrus laufen -

Wir alle müssen einmal sterben

für jeden gehen einmal die Lichter aus

das, was wir hinterlassen unseren Erben

ein schlecht oder gut bestelltes Haus

wie wir gelebt, was wir getan

nur darauf kommt es an - -



Nicht artig (von Wilhelm Busch)

Man ist ja von Natur aus kein Engel,

Vielmehr ein Welt- und Menschenkind,

Und rings umher ist ein Gedrängel

Von solchen, die dasselbe sind.

 

In diesem Reich geborner Flegel,

Wer könnte sich des Lebens freun,

Würd es versäumt, schon früh die Regel

Der Rücksicht kräftig einzubläun.

 

Es saust der Stock, es schwirrt die Rute.

Du darfst nicht zeigen, was du bist.

Wie schad, o Mensch, dass dir das Gute

Im Grunde so zuwider ist.